EndNote

Mit dem Programm EndNote ist die Literaturverwaltung unter MS Windows sowie Mac OS X möglich, sämtliche Texte können mit MS Word oder Apple Page verknüpft werden. Innerhalb des Dokuments können die Quellenangaben eingefügt werden, anschließend erstellt die Software aus allen Quellenangaben ein Literaturverzeichnis.

Funktionsweise von EndNote

Die Software ermöglicht die Online-Datenbanksuche in Literaturverzeichnissen und Fachdatenbanken wie PubMed, Chemical Abstracts, Medline, PsycINFO, Web of Science, DIMDI, CINAHL oder z39.50, ebenso das Anlegen und Verwalten eigener Literaturdatenbanken. Dabei ist die Literaturverwaltung unterschiedlichster Publikationsformate möglich, also von Büchern, Vorträgen, Fachartikeln, Abschlussarbeiten oder Promotionen. Indem Schlüsselbegriffe vergeben werden, kann der Nutzer mit EndNote eine nach Themen sortierte Bibliografie aufbauen. Das Anlegen von Verzeichnissen ist unter verschiedenen Formaten möglich, der Import kann von Citavi und den quelloffenen BibSonomy, JabRef und Zotero erfolgen. Nutzer, welche die Software für ihre Literaturverwaltung einsetzen, sollten auf X4 oder die neueste Version X5 setzen, die kompatibel mit MS Word 2010 ist (bei X3 nicht gegeben).

Grundlegende Features und Kosten

Die Literaturverwaltung beruht auf der Integration von Online-Recherche in Bibliothekskatalogen und Fachinformationsdatenbanken, der direkten Übernahme der recherchierten Literatur, ihrer Verwaltung in eigenen Datenbanken sowie der Fähigkeit, automatische Referenzlisten in Zusammenarbeit mit MS Word oder Apple Page zu erstellen. Für die Literaturverwaltung fragt EndNote automatisch wissenschaftliche Fachdatenbanken ab, deren Präferenz der Nutzer auch manuell in die Suchmaske der Software eintragen kann. Nach der Abfrage ist der Import in die eigene Datenbank auf Knopfdruck möglich. Ebenso ist es möglich, über einen Webbrowser recherchierte Suchergebnisse mithilfe der EndNote-Filter zu importieren. Auch das manuelle Eingeben von Referenzliteratur wäre theoretisch möglich, wird aber so gut wie nicht genutzt, da EndNote die Literaturverwaltung aus Datenbanken aller namhaften Anbieter wie Datastar, Thomson ISI, STN, Dialog, CSA, Ovid, FIZ Karlsruhe, EBSCO, DIMDI und Silverplatter unterstützt. Mit dem Datenbankprogramm können bibliografische Informationen, Abstracts, Grafiken, Volltexte, Tabellen und Bilder verwaltet und mit Tags sowie persönlichen Notizen versehen werden. EndNote setzt dabei Literaturverweise und generiert zudem automatisch die komplette Bibliografie, auf Wunsch auch manuell. Durch die Formatvorlagen von EndNote kann das Format aller Literaturverweise sowie der gesamten Bibliografie angepasst werden. Die Software kann als Netzwerklizenz erworben werden. Einzelplatzlizenzen kosten ab 180 Euro, Upgrades ab 100 Euro. Für die neueste Version der Literaturverwaltung, EndNote X5, stehen im Dezember 2011 Demoversionen für Windows und Mac OS bereit.

Besonderheiten von EndNote

Im Unterschied zu vielen anderen Programmen für die Literaturverwaltung besteht die Möglichkeit eines Zugriffs auf die EndNote-Datenbank direkt aus dem Text heraus. Dieses Feature ist für das schnelle Arbeiten mit Online-Quellen eine unglaublich wertvolle Unterstützung. Die vordefinierten Zitierstile sind sehr umfänglich, die Software ist daher für das Abliefern wissenschaftlicher Arbeiten bestens geeignet, nicht nur für das Zusammenwirken mit Fachkollegen. Das ZDV (Zentrum für Datenverarbeitung) hat die Adept Science GmbH mit der Bereitstellung der EndNote-Software beauftragt, das Angebot ist übersichtlich und wird auf den Seiten der Firma relativ gut erläutert. Verschiedene Fachbibliotheken bieten Kurse für die Einführung an, es gibt Online-Tutorials, umfangreiche FAQs und Filme zur Erläuterung.

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